Selten habe ich einen Künstler gesehen, der nicht in der Lage ist zwischen Inszenierung und Privatheit zu unterscheiden.
Wenn der "Künstler" Sätze wie "Das sagt alles dadrüber über die Befindlichkeit von diesen Leuten" von sich gibt, wird sehr schnell deutlich wie undifferenziert und wie oberflächlich er den Menschen seiner "Kunst" begegnet, sie über einen Kamm schert und in das vorgefertigte Bild einfügt, welches er vermitteln möchte.
Eine gross(art)ige Austellung!
Ein Künstler der hinter die Mauern und Masken der ,,Schönheit" blickt und zu Tage fördert, was sich dort oft verbirgt.
Ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit.
Ein beklemmendes Thema, exzellent umgesetzt.
schwierig, schwierig. In 3 Minuten will das Schweizer Fernsehen über Weblog, Jugendtrends, Gefühlsbefindlichkeiten einer Gesellschaft berichten und visualisiert dies anhand einer künstlerische Auseindersetzung mit dem Thema. Dass man damit keinem gerecht wird, scheint mir naheliegend. Deshalb verstehe ich die zum Teil verärgerten Kommentare in diesem Blogg nicht.
Aber setzen wir uns doch tatsächlich mit der Kunst auseinander: nicht Hirschhorn-mässig, sondern selber schauen gehen. Oder mit Weblogs: es ist doch tatsächlich eine anonyme Tür ins www, jedoch öffnet jeder von uns diese aus verschiedenen Gründen, einer davon kann die Einsamkeit sei (oder die Selbstinszenierung). Und setzen wir uns mit den Medien auseinander: der Redakteurin waren die vielleicht differnzierteren Aussagen des Künstlers zu kompliziert für den 3 Minutenbeitrag und sie hat deshalb einfache (aus dem Kontext herausgerissene) Statements verwendet.
Mich störts nicht, wenn ein Diskurs daraus entsteht und eine wirkliche Auseinandersetzung stattfindet. Und: wenn die Blogger-Gemeinde in der Schweiz dadurch wächst (aus möglichst vielen verschiedenen Antrieben heraus)
Nun, wenn Du das Kunst nennst und da Leute zu Narzisten stempeln läst, ist das Deine Sache. Aber sei gewioss, die Blogger werden Dir dafür ewig dankbar sein!
Kommentare
Wenn der "Künstler" Sätze wie "Das sagt alles dadrüber über die Befindlichkeit von diesen Leuten" von sich gibt, wird sehr schnell deutlich wie undifferenziert und wie oberflächlich er den Menschen seiner "Kunst" begegnet, sie über einen Kamm schert und in das vorgefertigte Bild einfügt, welches er vermitteln möchte.
Insbesondere die Spannung zwischen den "verlassenen Seelen" der Bilder und den beklemmenden Texten berührt.
Ein Künstler der hinter die Mauern und Masken der ,,Schönheit" blickt und zu Tage fördert, was sich dort oft verbirgt.
Ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit.
Ein beklemmendes Thema, exzellent umgesetzt.
Aber setzen wir uns doch tatsächlich mit der Kunst auseinander: nicht Hirschhorn-mässig, sondern selber schauen gehen. Oder mit Weblogs: es ist doch tatsächlich eine anonyme Tür ins www, jedoch öffnet jeder von uns diese aus verschiedenen Gründen, einer davon kann die Einsamkeit sei (oder die Selbstinszenierung). Und setzen wir uns mit den Medien auseinander: der Redakteurin waren die vielleicht differnzierteren Aussagen des Künstlers zu kompliziert für den 3 Minutenbeitrag und sie hat deshalb einfache (aus dem Kontext herausgerissene) Statements verwendet.
Mich störts nicht, wenn ein Diskurs daraus entsteht und eine wirkliche Auseinandersetzung stattfindet. Und: wenn die Blogger-Gemeinde in der Schweiz dadurch wächst (aus möglichst vielen verschiedenen Antrieben heraus)